Verwandlung von Trauer

Meine Bilder stellen einen Spiegel der Seele dar. Sie sind entstanden aus der Notwendigkeit der Verarbeitung von begleiteter und selbst durchlittener Trauer (1994-2008 arbeitete ich ehrenamtlich als Sterbe- und Trauerbegleiterin für die Hospizbewegung und leitete gemeinsam mit Frau Wuttke von 2005-2008 einen kreativen Trauerkreis). Geprägt haben mich auch viele meiner Reisen, zuletzt in Japan (2005), wo ich in einem buddhistischen Hospiz arbeitete.

 

Was aus ihrer Vita könnte entscheidend für die Kunstwerke sein, die heute in unserer Kirche zu sehen sind?

Der plötzliche Tod meines jüngsten Kindes (1. November 2008).

Hat der Raum Sie beeinflusst? Was halten Sie von unserer Kreuzkirche für eine Ausstellung dieser Art?

Ihre Kirche halte ich für diese Ausstellung geeignet, da sie schlicht ist und damit viel Raum für Ausdrucksmöglichkeiten bietet. Zum anderen wirkt sie auf mich wie ein umgekipptes Schiff, das nach Aufrichtung verlangt, genau wie Menschen in der Trauer.

Fällt Ihnen noch etwas ein, was für den Betrachter interessant sein könnte?

Ich möchte die Botschaft der Trauer in ihrer Seelentiefe erschließen, damit sie nicht im Kopf bleibt, zu fließen beginnt und den Keim der Hoffnung entfaltet.